Beauty-Geheimwaffe Kokosöl: So pflegst du Haut und Haare schön

admin
08.03.2018

Schön mit Kokosöl? Dank seiner wertvollen Inhaltsstoffe kann das Kokosöl problemlos als Pflegeprodukt eingesetzt werden. Hier erfährst du, wie du das Kokosöl bei der Schönheitspflege anwendest. Außerdem präsentieren wir dir tolle DIY-Anleitungen von Beauty-Bloggern für die Herstellung deiner eigenen Kokoskosmetik.

Von der Kokosnuss zum Kokosöl

Das Kokosöl wird durch das Pressen des Kokosfleisches gewonnen. Dank seiner reichhaltigen Inhaltsstoffe bedarf es keiner weiteren chemischen Behandlungen und das Wunderöl ist sofort nach dem Pressvorgang einsatzbereit.

Je nach Temperatur ist das Kokosöl dabei flüssig oder fest. Obwohl der Aggregatszustand nichts an den Eigenschaften des Öls ändert, wird es im Kosmetikbereich vor allem in flüssiger Form genutzt.

Tipp: Um das Öl zu verflüssigen musst du es zunächst erwärmen. Das funktioniert ganz einfach, indem du es entweder in geschlossenem Zustand unter heißes Wasser hältst oder durch starke Reibung zwischen deinen Handflächen schmelzen lässt.

Ein Produkt, viele Anwendungsmöglichkeiten

Die Verwendung von Kokosöl-Pflegeprodukten ist keineswegs nur ein modischer Trend, sondern geht auf eine lange Tradition zurück: In vielen tropischen Ländern wird das fettreiche Kokosfleisch als Nahrungsmittel genutzt, aber auch schon seit vielen hundert Jahren zur Haar- und Körperpflege eingesetzt. Dabei macht man sich folgende Eigenschaften des Öls zu Nutze:

• den zarten Kokosduft
• gesättigte Fettsäuren, Aminosäuren und Vitamin E, welche die Haut mit Feuchtigkeit und Mineralien versorgen
• die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure, die eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hat

Auch hier zu Lande erfreut sich das Kokosöl seit einigen Jahren großer Beliebtheit und ist in vielen Haushalten nicht mehr nur in der Küche, sondern auch vermehrt im Badezimmer zu finden.

Wir zeigen dir, wie du die Vorteile des Kokosöls für deine Beauty-Routine nutzen kannst.

Schöne und gesunde Zähne mit Kokosöl

Auch in Sachen Zahngesundheit ist das Kokosnussöl ein wahres Wundermittel. Bei der Verwendung des Öls im Mundinnenraum machst du dir vor allem seine antibakterielle Wirkung zu Nutze. Denn das Kokosnussöl enthält Laurinsäure, die zum Beispiel gegen die Bakterienart Streptococcus mutans (Steptokokken) wirkt.

Wichtig: Das Zähneputzen mit Kokosöl stellt dabei jedoch keinen Ersatz für die herkömmliche Fluoridzahnpasta, sondern lediglich eine Ergänzung dar. Es kann die allgemeine Zahlhygiene verbessern und so Mundgeruch vorbeugen.

Ölziehen: Kokosöl als Mundspülung

Die Verwendung des Öles als Mundspülung wird auch als Ölziehen bezeichnet. Hierbei wird eine kleine Menge Kokosöl im Mund hin- und hergespült. Dies ermöglicht die Reinigung von Zwischenräumen und beugt bakteriellen Krankheiten vor, denn das Öl legt sich wie ein Schutzfilm um die Zahnhälse.

Damit das Öl seine volle Wirkung entfalten kann, solltest du es 15-20 Minuten einwirken lassen, bevor du den Mund ausspülst.

Selbstgemachte Kokos-Kurkuma-Zahnpasta für weißere Zähne

Auch Bloggerin Amina ist ein großer Fan des vielseitigen Kokosöls und verwendet schon lange ihre selbst gemachte „Zero-Waste-Zahnpasta“.

Auf ihrem Blog Stellamina möchte sie ihren Lesern die vielen Facetten eines bewussteren und nachhaltigeren Lebensstils vor Augen führen. Mit spannenden und praktischen DIYs animiert sie zum Mitmachen und macht dabei deutlich, dass ein bewusster Lebensstil nicht immer etwas mit Verzicht zu tun haben muss.

Da sie in Sachen Nachhaltigkeit und Natürlichkeit auch bei der Zahnpflege keine Kompromisse machen möchte, stellt Amina eine eigene Zahnpasta mit Kokosöl her. Neben dem Öl der Kokosnuss verwendet sie dafür Natron (zum Aufhellen der Zähne) sowie Kurkuma (gut für das Zahnfleisch). Eine detaillierte Anleitung für die natürliche Zahnpasta und weitere anschauliche Bilder findest du hier.

Sicher durch den Tag mit Kokos-Deo

Das Kokosöl ist nicht nur ein toller Feuchtigkeitslieferant für Haut und Haar, sondern es kann auch als praktischer und 100% natürlicher Deo-Ersatz eingesetzt werden.

Die pflegenden und antibakteriellen Eigenschaften von Kokosöl sollen das Entstehen von unangenehmen Gerüchen verhindern und für samtig-weiche Achseln sorgen. Die perfekten Voraussetzungen für ein wirksames und zuverlässiges Deo.

Jasmins DIY-Kokosöl-Deocreme

Ein natürliches Kokos-Deo herzustellen ist nicht schwer und dennoch effektiv. Das dachte sich auch Bloggerin Jasmin, die sich auf ihrem Blog Schwatzkatz mit den Themen Selbermachen, wirksame Naturkosmetik sowie veganes Kochen beschäftigt und in diesem Rahmen auch ihr kreatives Kokos-Deo-DIY vorstellt.

Jasmin nutzt dabei ganz einfach die pflegende und antibakterielle Wirkung des Kokosöls und kombiniert diese mit den geruchsbindenden Eigenschaften von Natron und einem Schuss Limettenöl. Das Limettenöl sorgt für einen angenehmen Duft und stoppt zugleich die Transpiration. Für einen Deostick etwas Carnaubawachs zugeben. Wenn man das Wachs weglässt, kann man das Deo in einem Schraubglas aufbewahren.

Anwendung

Die Anwendung des natürlichen Kokos-Deos funktioniert wie bei herkömmlichen Deos auch. Einfach nach dem Waschen unter die Achseln reiben und einziehen lassen.

Natürliche Feuchtigkeitspflege für die Haut

Als Feuchtigkeitspflege eignet sich das Kokosnussöl vor allem bei sehr trockener Haut im Gesicht oder dem Körper. Trotz des hohen Fettgehalts zieht das Öl schnell ein und hinterlässt im Gegensatz zu vielen anderen ölhaltigen Produkten keinen schmierigen Film auf der Hautoberfläche.

Kokosnussöl als Hautcreme-Ersatz

Willst du Kokosöl zur Hautpflege verwenden, kannst du genauso vorgehen, wie du es von herkömmlichen Hautpflegeprodukten gewohnt bist: Nimm ein wenig flüssiges Öl mit den Fingerspitzen auf und massiere es in kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Anschließend lässt du es kurz einziehen.

DIY-Lavendel-Kokos-Peeling

Du neigst zu trockener Haut? Dann probier doch mal den selbstgemachten Bodyscrub aus Zucker, Kokosöl und Lavendel, den wir auf dem Blog Kleinstadthippie isst vegan entdeckt haben: Während die Zuckerkristalle abgestorbene Hautschüppchen entfernen, versorgt das Kokosöl die Haut gleichzeitig mit ausreichend Feuchtigkeit und macht sie samtig weich. Der Lavendel sorgt für einen angenehmen Duft und wirkt zugleich beruhigend und entspannend. Das selbstgemachte Lavendel-Kokos-Peeling ist also perfekt, wenn du dir zum Beispiel nach einem langen Arbeitstag etwas Gutes tun willst.

 

Mithilfe dieses Lavendel-Kokos-Peelings wird deine Haut samtig-weich.

Bloggerin Barbara beschreibt in diesem Blogbeitrag, wie sie ihr natürliches Peeling herstellt.

Das benötigst du:

50g Kokosöl
60 g Zucker
5 Tropfen Lavendelöl
2 TL Lavendelblüten

Zubereitung:

Die Zubereitung des Peelings ist super einfach: Zerstoße dazu einfach die Lavendelblüten und mische sie mit den restlichen Zutaten. Schon ist dein Peeling einsatzbereit.

Gesundes und weiches Haar dank Kokosöl

Egal ob Sonnenlicht und Chlorwasser im Sommer oder Heizungsluft im Winter: Unser Haar ist das ganze Jahr über großen Strapazen ausgesetzt – gebrochene Spitzen und der Verlust des natürlichen Glanzes sind nicht selten die Folge.

Wenn du unter trockenem und sprödem Haar leidest, dann wird das Kokosöl von nun an eine deiner wichtigsten Beautygeheimwaffen werden. Denn die wertvollen Inhaltsstoffe des Kokosöles wirken sich nicht nur positiv auf unsere Haut, sondern auch unsere Haare aus. Reichhaltigen Fette und Vitamine versorgen das Haar mit Feuchtigkeit und machen es widerstandsfähiger. Wenn du nach einem Haarpflegeprodukt ohne chemische Zusätze wie Silikone und Parabene suchst, ist Kokosöl vielleicht genau das Richtige für dich.

Pflegende Haarkur mit Kokosöl

Die Haarpflege mit Kokosöl ist nicht schwer, aber plane dafür rund eine Stunde Zeit ein.

  • Zur Pflege der Kopfhaut und der Haare wird das Öl auf dem ganzen Kopf verteilt und einmassiert. Bei handtuchtrockenem Haar gelingt dies am besten.
  • Im Anschluss sollte das Öl mindestens 30 bis 45 Minuten einwirken. Grundsätzlich gilt hier: Je lälnger die Einwirkzeit, desto größer die Wirkung.
  • Nach dem Einwirken muss das Haar schließlich gründlich ausgespült werden. Verbleiben Rückstände des Öls im Haar, kann dieses schnell fettig erscheinen.

Wichtiger Tipp: Hast du von Haus aus sehr dünne Haare, solltest du beim Auftragen des Öles sparsam vorgehen. Erprobe zunächst die Reaktion deiner Haare erproben, indem du das Öl nur in den Spitzen anwendest.

Feuchtigkeitsspendendes Kokos-Shampoo

Wenn dir die Anwendung als Haarkur zu lang dauert, dann kannst du auch auf dieses selbstgemachte Kokos-Shampoo zurückgreifen. Genau wie die Kur stärkt es dein Haar durch seine Vitamine und Mineralstoffe. Es befeuchtet und wirkt damit insbesondere bei trockenem Haar wahre Wunder.

Eine tolle Video-Anleitung für ein selbstgemachtes Shampoo aus Kokosnussöl findest du auf dem Blog Miss made it.

Für die Herstellung des Kokos-Shampoos benötigst du:

• 2 EL flüssiges Kokosöl
• 2 EL Apfelessig
• 6 EL Kernseife
• ca. 120 ml warmes Wasser
• eine leere Flasche

Zubereitung:

• Mit einer Reibe raspelst du zunächst die Kernseife klein.
• Mische die Seifenspäne dann mit allen anderen Zutaten im warmen Wasser.
• Mithilfe eines Trichters kannst du die Flüssigkeit nun in eine leere Shampooflasche füllen.

Damit du lange Freude an deinem Shampoo hast, solltest du es im Kühlschrank aufbewahren.

Neugierig geworden? Auf unserem Pinterest-Board findest du noch mehr DIY-Ideen für tolle Kokos-Kosmetik.

Wenn du neben tollen Ideen auch noch auf der Suche nach dem geeigneten Kokosöl bist, dann schau doch mal in unserem Shop vorbei. Neben unserem hochwertigen Bio-Kokosöl findest du hier viele weitere natürliche Kokosprodukte zum Schlemmen. In unserem Artikel So wertvoll ist die Kokosnuss erfährst du mehr über die positiven Eigenschaften und die Vielseitigkeit der Kokosnuss.

Bilder: Bild1: ©istock.com/ Olgaorly, Bild 2:©stellamina, Bild 3: ©istock.com/ svehlik,  Bild 4:© Schwatzkatz, Bild 5: ©istock.com/ shironosov, Bild 5: © ©istock.com/ svehlik,

Artikel jetzt Teilen: