DIY-Haarkur aus Kokosöl

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09.02.2018

Du willst trockenes und sprödes Haare natürlich behandeln? Probiere es mit Kokosöl. Pur oder mit weiteren natürlichen Zutaten gibt es verschiedenste Möglichkeiten, deine Kokosöl-Haarkur ganz einfach selber zu machen! Wir stellen dir sechs tolle Rezepte vor.

Kokosöl – natürliche Stärke für deine Haare

Kokosöl ist gut für die Haare: das geht aus verschiedenen Untersuchungen hervor, etwa aus einer Studie indischer Wissenschaftler zur Behandlung von Haarschäden mit Kokosöl. Es soll vor allem trockene, schuppige und glanzlos Haare revitalisieren und Haarausfall abschwächen. Denn: kalt gepresstes Bio Kokosöl ist eines der kostbarsten Produkte aus der Kokosnuss und besitzt viele wertvolle, nährende Fettsäuren, sowie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die helfen, Haar und Kopfhaut wieder zu stärken.

Vor allem trockene, spröde und dicke Haare kann Kokosöl reparieren. Wer feines oder fettiges Haar hat sollte nicht zu viel davon auftragen. Hier reicht schon eine wenig Öl aus.

6 Kokosöl-Haarkuren zum Selbermachen

Eine Kokosöl-Haarkur ist schnell selbst gemacht. Wir haben sechs unterschiedliche Rezepte herausgesucht, da ist für dich bestimmt etwas dabei.

1. Pures Kokosöl

Eigentlich ist das pure Kokosöl schon die ideale Haarkur. Es stärkt die Haarstruktur und gibt deinen Haaren zurück, was sie brauchen.

Ziemlich praktisch ist, dass du für diese Kur gar nichts mehr anrühren musst. Du erwärmst einfach eine haselnussgroße Menge des Kokosöls in deinen Handflächen oder in der Mikrowelle und massierst es in deine Haare ein. Bei längeren Haaren musst du natürlich etwas mehr verwenden.

Anschließend solltest du es mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen und dann mit Shampoo gut ausspülen.

2. Pflegende Kamille und Banane

Hier stellen wir euch eine Haarkur vor, die den Haaren ihren Glanz und ihre Struktur zurückgibt.

Mit 4 EL Kamillentee, einer halben Banane und 2 EL Kokosöl sind alle Zutaten schnell besorgt und zusammengemischt. Um keine Stücke in den Haaren zu finden, solltest du die Banane pürieren. Anschließend am besten über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen auswaschen.

3. Geballte Power mit Olivenöl

Beim Blick auf das Haarprodukt-Sortiment wird schnell klar: Viele Hersteller schwören auf die pflegende Kraft von Olivenöl. Kein Wunder, denn das Öl soll eine Extraportion Feuchtigkeit spenden und somit für sehr trockene Haare geeignet sein.

Wenn du 2 EL Oliven- und 1 EL Kokosöl zuhause hast, kannst du dir ganz einfach eine nährende Kokos-Olivenöl-Kur zusammenstellen. Dazu das Kokosöl schmelzen und mit dem Olivenöl vermischen. Anschließend auf die Haare auftragen, in ein Handtuch gewickelt mindestens 30 Minuten einziehen lassen und mit Shampoo ausspülen.

4. Proteinschub mit Ei

Splissende und trockene Haare entstehen oft durch ein Defizit an Proteinen. Um das auszugleichen, ist Eigelb der ideale Zusatz für eine Haarkur.

Mit 2 Dottern, 3-4 EL geschmolzenem (nicht zu heißem) Kokosöl, 2 EL Honig und 1 TL Mandelöl stellt Sabine eine reichhaltige Kokos-Haarkur auf ihrem Blog Miss Fancy vor. Eigelb und Honig werden verrührt, das Mandelöl hinzugefügt und anschließend das geschmolzene (nicht mehr zu heiße) Kokosöl eingerührt. Wer will, kann noch ätherisches Öl ergänzen.

Die Kur sollte dann möglichst frisch in das gewaschene, feuchte Haar eingearbeitet werden. Mit Frischhaltefolie und einem Handtuch umwickelt für mindestens 30 Minuten, am besten aber die ganze Nacht, ziehen lassen und dann mit Shampoo ausspülen.

5. Feuchtigkeitsspendendes Aloe Vera

Aloe Vera wird eine besonders feuchtigkeitsspendende Eigenschaft nachgesagt. Das nutzt die indische Vloggerin Prachi und kombiniert auf ihrem YouTube-Kanal superWOWstyle! frische Aloe Vera mit Kokosöl, Rizinusöl und Vitamin E.

Zunächst trägt sie den Saft eines Aloe-Vera-Blatts auf die Haare auf. Dann mischt sie 1 TL Rizinusöl mit 1,5-2 TL Kokosöl in einer kleinen Schüssel und leert den flüssigen Inhalt von zwei Vitamin-E-Kapseln hinzu. Die kleine Schüssel wird für fünf Minuten in ein heißes Wasserbad in einer größeren Schüssel gestellt. Dann wird die Mischung mehrere Minuten in die Haare massiert. Über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag einfach auswaschen.

Die Kombination soll nicht nur viel Feuchtigkeit spenden, sondern auch die Haare schneller wachsen lassen. Probiere es doch selbst aus. In Prachis Video siehst du, wie es geht.

6. Glanz und Volumen

Bevor der Bad Hair Day zum Dauerzustand wird, kannst du deinen pflegebedürftigen Haaren eine regenerierende Haarkur gönnen. Trockenes Haar wird mit Feuchtigkeit versorgt und glänzen wieder schön.

Splissende und trockene Haare entstehen oft durch ein Defizit an Proteinen. Um das auszugleichen, ist Eigelb der ideale Zusatz für eine Haarkur. Diese Kur ist auch für feine Haare gut geeignet, da sie nicht zusammenfallen.

Mit 2 TL Kokosöl, 1 Ei, 2 EL Olivenöl und TL Honig stellt Malika auf Paleo360 eine Pflegemaske vor. Das Kokosöl wird vorsichtig im Wasserbad geschmolzen. Nun werden das Olivenöl, das Eigelb und der Honig miteinander vermischt.

Die Haarkur sofort, Strähne für Strähne, auf das feuchte Haar auftragen. Das ist zwar nicht ganz so einfach, aber es lohnt sich wirklich. Damit die Nährstoffe möglichst gut aufgenommen werden, das Haar mit Frischhaltefolie umwickeln. Nach 15 Minuten die Kur mit einem milden Shampoo auswaschen.

Tipps für die Anwendung

Damit die Kokosöl-Haarkur ihre Wirkung voll entfalten kann, haben wir ein paar Anwendungstipps für dich.

Wie auftragen?

Lege dir beim Auftragen ein Handtuch über die Schulter, um keine Ölflecken auf deinen Klamotten zu riskieren. Ist die Kur sehr flüssig, ist es leichter sie mit einem Pinsel oder Wattebausch aufzutragen. Sonst kannst du einfach die Hand nehmen.

An sich solltest du die Kur vom Haaransatz bis in die Haarlängen einmassieren. Hast du aber feine oder leicht fettende Haare kann das Kokosöl am Haaransatz deine Haare unnötig beschweren und strähnig werden lassen. Verteile die Haarmaske lieber großzügig in den Haarlängen.

Wie lange einwirken lassen?

Je nachdem, wie viel Zeit du hast, kannst du die Einwirkzeit variieren. Am besten ist mindestens eine halbe Stunde, du kannst sie aber auch die ganze Nacht einwirken lassen. Wickel ein Handtuch oder eine Duschhaube um deine Haare, sonst hast du ölige Flecken auf der Bettwäsche. Außerdem wird so die Wirkung intensiviert.

Wie ausspülen?

Öl und Wasser sind nicht die besten Freunde. Shampooniere deine Haare am besten schon, bevor sie das erste Mal mit Wasser in Kontakt kommen. Danach sollten sich Kokosöl und Co. besonders gut auswaschen lassen. Achte darauf, deine Haare sehr gründlich auszuspülen, um alle ölhaltigen Rückstände zu entfernen. Tipp: Zum Schluss noch etwas heißes Wasser in den Abguss laufen lassen, dann bilden sich keine Ölklümpchen.

Wie oft anwenden?

Wie bei jeder anderen Kur empfiehlt es sich, die Haarmaske rund ein bis zwei Mal pro Woche anzuwenden.

Noch mehr Kokos für die Schönheit

Hat dich die natürliche Kosmetik überzeugt? Kokosöl ist nicht nur eine nährreiche Komponente für die Haarkur zum selber machen, es kann auch in Zahnpasta, Deo und Co. Anwendung finden. Willst du wissen, wie du Kokosprodukte für deine Pflege verwenden kannst, haben wir in unserem Artikel zahlreiche Tipps für dich, wie du Kokoskosmetik selber herstellen kannst.

Beautybloggerin Emilie nutzt Kokosöl übrigens auch, um ihr Gesicht zu reinigen. Sie verrät in unserem Artikel, wie und warum.

Nun hast du alle Tipps, es fehlt eigentlich nur noch das passende Kokosöl – aber da können wir dir natürlich weiterhelfen. Schau einfach in unserem Shop vorbei. Wir wünschen dir viel Spaß beim Ausprobieren.

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