3 Tipps von der Hundebloggerin: So hilft Kokosöl gegen Zecken

admin
08.03.2018

Um deinen Hund vor Zecken zu schützen, muss nicht immer gleich die Chemiekeule her: Diana vom Blog „Hundekind Abby“ schildert, wie sie bei ihrer Schäferhündin Kokosöl als natürliche Alternative gegen Zecken einsetzt. Lies hier ihre Tipps zur Anwendung von Kokosöl bei Hunden!

Zecken: Unliebsame Gäste

Lange Spaziergänge mit dem Vierbeiner durch Wald und Wiese können toll sein, jedoch bringen Hunde danach oft ungebetene Gäste mit in die eigenen vier Wände. Das Problem besteht fast das ganze Jahr, denn die Spinnentiere sind bereits ab einer Temperatur von sieben Grad aktiv. Zecken sollten nach dem Spaziergang so schnell wie möglich entfernt werden, da sie Krankheiten übertragen können. In Deutschland vorkommende Zeckenarten können Hunde unter anderem mit Babesiose (Hundemalaria) oder Borreliose anstecken, die unentdeckt gefährlich werden können. Daher greifen viele Hundebesitzer auf im Handel erhältliche Spot-on-Präparate, also Antizeckenmittel mit chemischen Wirkstoffen.

Auch Bloggerin Diana und ihre Schweizer Schäferhund-Dame Abby probierten diese Mittel aus. Diana hielt jedoch nicht viel von den chemischen Mitteln und suchte jedoch bald nach einer anderen Lösung: „Ich auf der Suche nach einer Alternative und bin von verschiedenen Seiten darauf aufmerksam gemacht worden, dass Kokosöl wohl helfen soll.“

Kokosöl als Mittel gegen Zecken

Die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure, die bis zu 60 Prozent des Öls ausmacht, scheint auf Zecken eine abstoßende Wirkung zu haben, wie Wissenschaftler der FU Berlin in Labortests nachweisen konnten. Auch Diana konnte bei Abby die Zahl der Zecken mit Kokosöl reduzieren: „Ich weiß noch, wie wir mit Abby einmal an einem See waren und sie danach ungelogen mindestens 70 Zecken auf sich hatte. Seitdem wir Kokosöl verwenden, sind die Zecken so wenige geworden, dass man sie pro Jahr nicht einmal an einer Hand abzählen kann.“

3 Tipps zur Anwendung von Kokosöl bei Hunden

Um die Wahrscheinlichkeit der Zeckenabwehr durch Kokosöl zu erhöhen, solltest du bei der Anwendung des Kokosöls einige Dinge beachten. Diana hat drei wertvolle Tipps parat.

1. Kokosöl regelmäßig anwenden

Die Hundebesitzerin machte die Erfahrung, dass eine regelmäßige Anwendung des Kokosöls den besten Schutz gegen Zecken bietet: „Vor jedem Spaziergang bekommt Abby ihre Dosis Kokosöl aufs Fell gestrichen. Somit kann ich unbesorgt auf unsere Gassigänge aufbrechen. Die können auch schon einmal zwei bis drei Stunden dauern und dennoch bekommt sie keine Zecken.“
Übrigens: Die zeckenabwehrende Wirkung des Kokosöls soll laut der erwähnten Tests der FU Berlin sechs bis acht Stunden anhalten. Somit kannst du mit deinem Hund auch unbesorgt eine längere Wanderung unternehmen, ohne sein Fell erneut einreiben zu müssen

2. Ausreichend Kokosöl auf das Fell auftragen

Dianas Erfahrung nach reicht es, „das Kokosöl nur oberflächlich auf das Fell zu geben, so dass der Hund überall etwas davon hat“. Es sei nicht notwendig das Öl in die Haut einzumassieren, um den Schutz zu gewährleisten.
Um den Schutz zu optimieren, solltest du mit der Menge des Kokosöls nicht zimperlich sein. Diana nimmt so viel Kokosöl, bis sie sicher ist, dass „Abby gut eingeschmiert ist“.

Um die Portionierung ein wenig leichter zu gestalten, greift sie auf Pyramiden-Backmatten zurück, die man normalerweise dafür verwendet, um das Fett beim Backen oder Braten im Backofen abzufangen. Umgedreht bietet sie eine ideale Form, um das Kokosöl für die kommenden Spaziergänge zu portionieren: „Das Kokosöl wird bei wärmeren Temperaturen flüssig. Wenn man das dann in eine umgedrehte Backmatte schüttet und wieder abkühlen lässt, hat man kleine Dreiecke mit Kokosöl, die man sehr leicht auf dem Hund verteilen kann.“

Du musst dir übrigens keine Sorgen machen, dass dein Hund völlig fettiges Fell bekommt und das Öl nach dem Spaziergang zuhause verteilt. Diana erklärt: „Das Öl zieht ins Fell und die Haut ein. Das ist wie mit einer Creme. Und da ich das Kokosöl nur auftrage, wenn wir rausgehen, ist alles schon wieder eingezogen, wenn wir wieder nach Hause kommen.“

3. Zeckenanfällige Stellen nicht vergessen

Zecken sind klein und können sich an Stellen festsaugen, wo man sie nicht vermuten würde. Die kleinen Spinnentiere setzten sich bei Schäferhündin Abby insbesondere an der Brust ab. Diana erklärt: „Durch Abbys Fell sind die Zecken dort besonders gut geschützt“.

Die Bloggerin rät daher: „Auch Stellen, die man beim Hund nicht jedes Mal krault, sollte man nicht vergessen, zum Beispiel die Achseln“.

Übrigens: Manchmal kommt es vor, dass Hunde das Kokosöl nach dem Einschmieren noch etwas abschlecken, was aber nicht schädlich ist. Auch Abby leckt laut Diana gerne mal Kokosöl von ihrem Fell. Wer weiß, vielleicht finden Hunde Kokos ja ebenso lecker wie wir Menschen.

Kokos als natürliches Entwurmungsmittel

Diana greift nicht nur auf Kokosprodukte zurück, um ihren Hund gegen Zecken zu schützen. Kokos soll auch gegen Würmer hilfreich sein. Daher mischt sie Kokosprodukte auch Abbys Futter bei: „Ab und an bekommt Abby noch ein paar Kokosflocken unter das Futter gemischt. Das machen wir nicht regelmäßig, sondern nur, wenn wir daran denken“.

Möglicherweise liegt es an der Wirkung von Kokos, dass Schäferhündin Abby wurmfrei ist: „Man sagt Kokosöl nach, dass es ein natürliches Entwurmungsmittel sei und zusätzlich anti-parasitäre Wirkungen hat. Wir hatten in Abbys ganzem Leben erst einmal Probleme mit Würmern und das war, bevor Abby das Kokos bekommen hatte.“

Wir bedanken uns herzlich bei Diana für das aufschlussreiche Interview!

Diana berichtet auf ihrem Blog Hundekind Abby über die Schilddrüsenerkrankung ihrer Schweizer Schäferhündin Abby. Sie gibt zahlreiche Tipps, wie sie und ihre Hündin mit der Krankheit umgehen und wie sie trotz allem stets neue Tricks lernen.

Kokosöl kannst du natürlich nicht nur zur Zeckenabwehr bei deinem Vierbeiner anwenden: Wir verraten dir, wie du mit Kokosnussprodukten deine eigene Naturkosmetik herstellen oder wie du dein Gesicht mit Kokosnussprodukten reinigen kannst. Falls du noch auf der Suche nach einem geeigneten Kokosöl für dich und deinen Hund bist, dann schau in unserem Shop vorbei.

Bilder: Titelbild: ©gettyimages / Xesai; Bild 1: ©gettyimages / svehlik, Bild 2: ©gettyimages / ErikKarits

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