Kurioses von der Kokosnuss: 12 kokostatische Fakten

admin
06.03.2018

Ist die Kokosnuss wirklich eine Nuss? Wo kommt eigentlich ihr Name her? Und was ist eine Kokosnuss-Kanone? Antworten auf diese Fragen geben unsere 12 kuriosen Fakten zur Kokosnuss. Werde zum Kokos-Experten!

1. Coco, das Schreckgespenst

Die Kokosnuss oder, wie sie unsere englischsprachigen Freunde nennen, Coconut ist weltweit bekannt. Aber warum gerade unter diesem Namen? Vielleicht bedeutet Coco ja „besonders gut schmeckend“? Leider nein, auch, wenn es so passender wäre. Coco ist ein portugiesischer Begriff und lässt sich mit Schreckgespenst, Kobold oder Fratze übersetzen. Schuld am wenig schmeichelhaften Namen ist die äußere Gestalt der Kokosnuss – braun, haarig und mit drei Keimlöchern.

Und wer hat den Namen „erfunden“? Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama, der im 15. Jahrhundert die ersten Kokosnüsse von Indien nach Europa mitbrachte.

2. Die Kokosnuss ist keine Nuss

Wo Nuss draufsteht, muss auch Nuss drinstecken? Nicht ganz. Denn die Kokosnuss ist botanisch gesehen gar keine richtige Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht.

Die Kokosnuss, wie wir sie aus den Supermärkten kennen, ist nicht die ganze Frucht. Die Hülle besteht aus einer grünen, gelben oder braunen Außenhaut und wird meist gleich nach der Ernte entfernt. Die braune Kokosnuss ist der Steinkern.

3. Tag der Kokosnuss: 2. September

Einen ganzen Tag nur Kokoswasser trinken, Kokoschips verspeisen und wie im Kokos-Paradies leben? Klingt verführerisch? Jedes Jahr am 2. September darfst du das ganz offiziell. Denn wenn bei uns langsam der Sommer endet, wird der internationale Tag der Kokosnuss gefeiert.

Und wer hats erfunden? Die Asian and Pacific Coconut Community, die sich schon 1969 gegründet hat. Der internationale Tag der Kokosnuss, oder World Coconut Day, wird jedoch erst seit 2009 gefeiert.

Du willst den nächsten Kokosnuss-Tag gebührend zelebrieren? Dann lass dich von unseren DIY-Ideen mit Kokosnussschalen und kokosnussigen Geschenkideen inspirieren. Für die passende Verpflegung sorgen unsere kokostastischen Rezeptideen.

4. Kokosnüsse treiben über das Meer

Kokosnüsse sind richtige Wasserratten. Eins haben sie uns Menschen dabei voraus: ihre ledrige Außenhülle ist wasserdicht. Es kann also gut sein, dass du bei deinem nächsten Urlaub in südlichen Gefilden eine Kokosnuss neben deiner Luftmattratze treiben siehst. Denn Kokosnüsse nutzen den Wasserweg über die Meere, um von Küste zu Küste zu gelangen.

An ihrem Zielort angekommen, keimen sie und sorgen dafür, dass neue Palmen wachsen. Der wasserfesten Hülle ist es zu verdanken, dass das Kokoswasser und Kokosfleisch nicht verdirbt und auch nach kilometerlangen Schwimmausflügen noch frisch ist.

5. Kokoswaser als Blutplasmaspende im Zweiten Weltkrieg

Kokoswasser schmeckt nicht nur gut, sondern kann im Notfall auch als Blutplasmaspende genutzt werden. Dass diese Behauptung in der Praxis funktioniert, hat die Behandlung von Soldaten im Zweiten Weltkrieg gezeigt.

Die im Pazifik stationierten Männer waren aufgrund von Verletzungen auf Blutplasmaspenden angewiesen. Das Problem: es fehlten Spender. Die Lösung: Kokosnüsse mit sterilem Kokoswasser, das dank seines natürlichen Filtersystems frei von Bakterien und Verschmutzungen ist. Darüber hinaus ist das Kokoswasser isotonisch und hat einen ähnlichen Nährstoffgehalt wie Blutplasma.
Dass es nicht nur Leben retten kann, sondern auch gut schmeckt, beweist unser Bio-Kokoswasser.

6. Herabfallende Kokosnüsse sind gefährlicher als Haie

„Die weiße Kokosnuss“ – in den Bäumen lauert die Gefahr. Fraglich, ob dieser Film die 1970er ähnlich geprägt hätte wie ein gewisser Horror-Hai. Dabei wäre die Kokosnuss-Version näher an der Realität.

Haie haben zwar ein lebensbedrohendes Image, doch die Wahrscheinlichkeit, dass du von einem Hai angegriffen wirst, beträgt nur eins zu zehn Millionen. 2016 wurden weltweit rund 107 Hai-Angriffe verzeichnet, acht davon tödlich. Noch nicht beruhigt? Dann findest du hier eine interaktive Karte mit aktuellen Hai-Angriffen.

Eins zu einer Million – darüber kann die Kokospalme nur lachen. Laut einigen Quellen sollen jedes Jahr rund 150 Menschen von Kokosnüssen erschlagen werden. Diese Angaben sind jedoch nur Schätzungen, denn bisher existieren weder interaktive Kokosnuss-Angriffs-Karten noch hysterische Kokosnuss-Unfall-Berichterstattungen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir jedoch, dass du beim nächsten Strandspaziergang oder Sonnenbad unter Palmen einfach einen Helm aufsetzt. Denn Kokosnuss-Sicherheit geht vor.

7. Die Kokosnuss-Krabbe: ein Palmendieb

„Oh was für eine niedliche Krabbe“ – sagt wohl niemand. Schon gar nicht, wenn es sich um die Kokosnusskrabbe handelt. Das größte an Land lebende Krebstier der Erde ist auch als Palmendieb bekannt.

Der Name der Krabbe, die bis zu 40 Zentimeter groß werden kann, kommt dabei nicht von ungefähr. Denn das monströse Tier hat guten Geschmack. Es erklimmt gerne Kokospalmen, klaut die Kokosnüsse und öffnet sie am Boden, um sie zu verspeisen.

8. Die größte Kokosnuss der Welt: Coco-de-Mer

Du willst Kokosnuss? Ich gebe dir Kokosnuss! Das scheint sich die Coco-de-Mer zu denken. Denn die Frucht, die auf den Seychellen wächst, ist nicht zu übersehen.

Aber warum heißt die Coco-de-Mer Kokosnuss des Meeres? Das hängt mit ihrer Entdeckung zusammen. Als die Inselbewohner der Seychellen die ersten übergroßen Kokosnüsse am Strand fanden, wusste niemand, von welcher Palme sie stammten. Sie mussten also aus dem Meer gekommen sein.

Die Coco-de-Mer ist nicht nur besonders groß, sondern hat auch eine einzigartige Form, die dafür sorgt, dass sie noch heute als Symbol für Fruchtbarkeit gilt.

9. Kokosnuss-Kanone

Man nehme eine Gruppe Berliner Kunststudenten, einen Hundehalter samt Hund und eine Kokosnuss-Kanone. Schon ist der Skandal perfekt.

Das tragikomische Kunststück spielte sich im März 2017 auf einem alten Industriegelände in Berlin ab. Eine Gruppe von zehn Berliner Kunststudenten wollte das Kunstprojekt mit dem Titel “The Purchase of the South Pole” vor der Verschiffung zur Antarctic-Biennale noch einmal testen. Der Hundehalter geriet dabei durch Zufall in die Schussbahn der Kokosnuss-Kanone. Die fliegende Kokosnuss verfehlte ihn nur knapp und schlug stattdessen in eine Laterne ein.

Da sagt noch mal jemand Kunst wäre zu künstlich. Denn die Kanone, gefertigt aus Metall, ist sehr wohl in der Lage, Kokosnüsse mit Druckluft abzufeuern. Die Kokosnuss-Krönung ist der mit Pappmaché verhüllte Metalllauf der Kanone, der an eine Kokospalme erinnern soll.

10. Schiffstaufe mit Kokosnuss

Eine Buttel Sekt an den Schiffsrumpf werfen und fertig ist die Schiffstaufe. So kennen weite Teile der Welt die Namensgebungs-Zeremonie für Schiffe. Doch nicht überall fließt der Schampus.

In Indien wird zur Schiffstaufe eine Kokosnuss gegen den Schiffbug geworfen. Die Frucht wird danach nicht einfach entsorgt, denn die abgebrochenen Teile dienen dem Kapitän als Talisman.

11. Kokosnüsse mit den Zähnen knacken

Eine ganz harte Nuss: Andres Gardin aus Panama knackt Kokosnüsse mit seinen Zähnen. Der Kokosnuss-Rambo ist in seiner Heimat auch als Mr. T bekannt. Nicht ohne Grund, denn sein Styling ist stark von dem US-amerikanischen Kult-Schauspieler inspiriert. Hier kannst du Mr. Gardin in Aktion sehen:

12. Kokosnussorchester

Die Kokosnuss schmeckt nicht nur gut, sie ist auch musikalisch. Das beweist das weltweit größte Kokosnussorchester, das 2007 kurzzeitig von 550 Monty-Python-Fans gegründet wurde. Zum Repertoire gehörte nur ein Musikstück: “Always Look on the Bright Side of Life”.

Die Idee für das Orchester war den Monty-Python-Mitgliedern schon 1976 gekommen, als sie „Ritter der Kokosnuss“ filmten. Das Budget ließ es nicht zu, das Hufe-Klappern mit echten Pferden einzuspielen. Die Alternative: Kokosnussschalen.

Wie sich der Kokosnuss-Sound im Orchester anhört, zeigt dir dieses Video:

Von Schreckgespenst über Palmendieb zu Kokosnussorchester – der 13. Kokosnuss-Fakt ist ganz klar, dass du jetzt Kokosnuss-Kuriositäten-Experte bist. Du willst noch mehr über die Kokosnuss erfahren? Dann empfehlen wir dir auch unsere Artikel zu allen Produkten der Kokospalme und zu den speziellen Wirkungen, die Kokosprodukten zugeschrieben werden.

 

Bilder: Bild 1: © gettyimages.de/Nikkolia, Bild 2: © gettyimages.de/PeskyMonkey, Vorschaubild Video 1: © Coconut Business GmbH, Vorschaubild Video 2: © Fotolia_75530045

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